Diese Cookie-Richtlinie wurde erstellt und aktualisiert von der Firma Consent Management - CookieFirst.

New Work: Fachkräftemangel ist lösbar

Patrick Merke, Gründer der Frankfurter Akademie undHerausgeber des Buches „New Work in Healthcare", hat im Gespräch mit Emilia Fuchs von der Medizinisch Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft (MWV) für selbstorganisierte Arbeitsmodelle im Gesundheitswesen geworben. 

>> HIER DAS GESAMTE VIDEO AUF YOUTUBE ANSEHEN <<

New Work beschreibe die Abkehr von starren Hierarchien hin zu selbstbestimmten Teams ohne feste Führungskräfte. Ein Ansatz, der laut Merke gerade im traditionel lhierarchisch geprägten Gesundheitswesen für Diskussionen sorge.

Dem Fachkräftemangel könne New Work nach Merkes Einschätzung nicht nur begegnen, sondern ihn sogar beseitigen: Organisationen, die den Ansatz konsequent umsetzten, verzeichneten weniger Fluktuation, niedrigeren Krankenstand und Wartelisten für Ausbildungsplätze. Als zentrale Voraussetzung nannte er ein ehrliches Hinterfragen der eigenen Arbeitsbedingungen als Arbeitgeber.

Zur Rolle Künstlicher Intelligenz sagte Merke, sie könne New Work beschleunigen, wenn sie Ärzt:innen und Pflegekräften Dokumentationsaufgaben abnehme und damit Zeit für die eigentliche Tätigkeit schaffe. Kritisch werde es bei algorithmischem Management, wenn Mitarbeitende Vorgaben einer als intelligent wahrgenommenen Maschine unreflektiert folgten. Entscheidend sei daher die Qualifikation im Umgang mit KI-Systemen.

Als größte Hürde für die Verbreitung von New Work identifizierte Merke nicht Strukturen, sondern den Menschen selbst: Der nötige Mindset-Wandel sei ein langer Prozess, besonders in hierarchisch geprägten Kliniken. Vollständig umgesetzt sei New Work in Deutschland bislang kaum, vereinzelte Vorreiter kämen eher aus der Industrie. Für eine Neuauflage seines Buches würde Merke „Empowerment in Healthcare" bevorzugen, da es den meisten Organisationen weniger um vollständige Selbstbestimmung als um mehr Gestaltungsspielraum für Mitarbeitende gehe.



AKTUELLES