ID setzt auf Interoperabilität
Wie meistern Kliniken die Krankenhausreform? ID-Chef Dr. Daniel Diekmann spricht im Interview über KI, Interoperabilität und IT-Sicherheit im Gesundheitswesen.
Auf dem Hauptstadtkongress 2026 hat Dr. Daniel Diekmann, Geschäftsführer der ID GmbH, erläutert, wie sein Unternehmen Kliniken bei der Umsetzung der Krankenhausreform unterstützt. Im Interview mit MWV-Geschäftsführer Benjamin Wessinger betonte der Arzt und Fachautor, dass Kliniken sich aktuell in den neuen Leistungsgruppensystematiken einordnen, eine fallbegleitende Kodierstruktur etablieren und die Aufteilung zwischen ambulanter, hybrider und stationärer Versorgung neu planen müssten. ID biete dafür innovative undzugleich zuverlässige Lösungen, um die Dokumentationsanforderungen qualifiziert zu bewältigen.
Ein zentrales Thema war die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen. ID setze konsequent auf interoperable Systeme mit offenen Schnittstellen, so Diekmann, um Partnern eine reibungslose Integration und größtmöglichen klinischen Mehrwert zu ermöglichen. Im Bereich Künstliche Intelligenz verfolge das Unternehmen mehrere Strategien – von regelbasierter KIüber Machine-Learning-Algorithmen bis zum Einsatz großer Sprachmodelle (LLMs).Die bisherigen Ergebnisse seien vielversprechend und könnten Akteuren im Gesundheitswesen einen klinischen Zusatznutzen bringen.
Angesichts zunehmender Cyberangriffe auf Gesundheitseinrichtungen hob Diekmann die Bedeutung von IT-Sicherheit hervor. ID verfolge eine dezidierte Sicherheitsstrategie und orientiere sich bei Cloud-Anwendungen an Standards wie dem C5-Testat und der ISO-27001-Zertifizierung, um Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit und Qualität zu bieten.
Zu den Voraussetzungen für ein datengetriebenes Gesundheitswesen erklärte Diekmann, medizinische Daten aus unterschiedlichen Quellen – etwa externer Qualitätssicherung, Abrechnung oder klinischer Dokumentation – müssten zentral zusammengeführt und mit modernen Terminologien und Semantikstrukturen versehen werden. Ein gut organisiertes Clinical Data Repository (CDR) bilde dafür die entscheidende Grundlage.