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3 Fragen an...

Mariam Asefi studierte Wirtschaft an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, wo sie seit 2007 im Bereich des Medizintourismus tätig war. Zeitweise arbeitete sie in den Vereinten Arabischen Emiraten (Dubai) bei der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer. Seit 2012 ist sie in den International Offices in der Leitungsebene für unterschiedliche, führende Klinikkonzerne tätig und leitet seit 2021 den Forschungsbereich Medizintourismus und ist Gründerin des Kompetenzzentrums Medizintourismus. Außerdem ist sie als Trainerin für Workshops zu diversen Themen mit internationalen Patienten in Kliniken aktiv.

1. Wie hat sich das Phänomen durch aktuelle Begebenheiten verändert? Welche aktuellen Begebenheiten üben wie Einfluss auf das Phänomen Medizintourismus aus?

Es zeigen sich unter anderem Veränderungen im Medizintourismus aus der Perspektive der Patientenströme nach Deutschland sowie der Behandlungsbilder. Der Aspekt der Flexibilität und das Management in den medizinischen Einrichtungen steht mehr im Vordergrund als vorher aufgrund der zusätzlichen Herausforderungen durch Pandemie und politischer Situationen. Durch den Russland-Ukraine Krieg sind diese zwei wichtigen Zielmärkte stark eingebrochen. Gleichzeitig rücken aufgrund Inflation, hohen zusätzlichen Energiekosten und dadurch wirtschaftlicher Druck in den Kliniken, die zusätzlichen Erlöse durch Medizintouristen in eine noch wichtigere Rolle als sie schon vorher hatte.

 

2. Welche Herausforderungen gibt es im Umgang mit Patient:innen verschiedener Kulturen? Inwiefern äußern sich Schwierigkeiten im Umgang mit Patient:innen aus verschiedenen Kulturen?

Interkulturelle und sprachliche Aspekte wie Beispielsweise, der Umgang mit arabischen Patient:innen oder typische Serviceerwartungen von russisch sprachigen Patient:innen sind zu beachten. Religiöse Hintergründe, Traditionen oder Tabuthemen sind während der Behandlung von internationalen Patient:innen zu berücksichtigen. Um eine gelungene Kommunikation und mögliche Missverständnisse auszuräumen ist es wichtig das Klinikpersonal von Chefarzt:in bis hin zum Pflegepersonal interkulturell zu schulen.

 

3. Was sind die wichtigsten Leitlinien für einen kompetenten Umgang mit Patient:innen im Bereich Medizintourismus?

Eine Einrichtung die internationale Patient:innen behandelt, sollte ein entsprechendes Qualitätsmanagement (Zertifizierungen) vorweisen mit entsprechenden Ethikleitlinien, Abrechnungstransparenz und Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Servicequalität und eine reibungslose Prozessfolge sind bedeutend.


Das Praxisbuch Medizintourismus (herausgegeben von Mariam Asefi) befasst sich mit dem Phänomen des Medizintourismus und den dazugehörigen Fragen aus Recht, Ethik und Medizin. 


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