Pflegeheim smart

 Pflegeheim smart – Digitalisierung der stationären Altenpflege

KARL FERDINAND VON THURN UND TAXIS

Wie schrieb kürzlich der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus: „Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern muss zuallererst den Patienten und Pflegebedürftigen nützen!“ – und ich füge hinzu „ebenso den Pflegenden!“. Es lohnt sich, bei der Behandlung der Fragestellung zuallererst alle diese Menschen in den Blick zu nehmen. Mit ihren Bedürfnissen, Nöten und Erwartungen. Denn sie führen uns von ganz allein zur Problemlösung: der Entlastung von unnötig komplizierten und umständlichen Arbeits- und Organisationsprozessen. Das genau ermöglicht die Digitalisierung. Sie entmenschlicht daher nicht die Pflege, eine häufig vorgetragene Sorge, sondern im Gegenteil: sie schafft mehr freie Zeit für die direkte Kommunikation von Mensch zu Mensch. Für die persönliche Begegnung, insbesondere dort, wo das Ergebnis der Begegnung einen Mehrwert bringt für Neues, Wichtiges, Wesentliches. Dort, wo Digitalisierung erfolgreich eingesetzt wird, schafft sie Vorfahrt für das Wichtige vor dem Dringenden. Dringend sind die nötigen, aber bürokratischen, Routinen, die unnötig wertvolle Zeit binden.

Das Wichtige hingegen sind Beziehungen, die uns glücklich machen und uns bis ins hohe Alter gesund erhalten. Und dies – das hat die einzige bis heute laufende Langzeitstudie der Harvard University zutage gefördert – sind: gute zwischenmenschliche Beziehungen und Gemeinschaft. Wenn dies also der Sinn einer Altenpflegeeinrichtung ist, ein Zuhause für die Bewohner zu gestalten, dann müssen wir bei der folgenden Betrachtung und Analyse des Themas die Unterscheidung zum Zweck einführen. Der Zweck ist und bleibt die vollstationäre Pflege alter Menschen, deren arbeitsorganisatorische Durchführung wir durch die Digitalisierung auf ein zeitliches Mindestmaß begrenzen können.

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