Krisenmanagement und Krisenkommunikation

WERNER FLEISCHER

Ob Hygienemängel, infektiologische Notfälle oder Massenanfall von Verletzten – die Ursachen einer Krise auf der Intensivstation können vielfältig sein. Grundsätzlich gilt: Krisen lassen sich nicht vermeiden und sie folgen keinen Regeln. Im Moment ihres Eintretens verschieben sich jedoch unmittelbar die Prioritäten. Egal wodurch ein Krisenfall ausgelöst wird, schnelles und koordiniertes Eingreifen steht jetzt an oberster Stelle. Damit das gelingt, muss bereits vor Eintreten eines Krisenfalles ein Maßnahmenplan entwickelt werden, der alle Phasen des Krisenmanagements umfasst, die zentralen Prozesse beschreibt und die verantwortlichen Personen benennt. 

Nach der Krise ist vor der Krise – dieser Tatsache wird im fordernden Normalbetrieb der Intensivstation bisweilen zu wenig Rechnung getragen. Häufig beschränkt sich die Vorbereitung auf den Krisenfall auf das Etablieren vorgeschriebener Standards. Um im Krisenfall aber sicher agieren und kommunizieren zu können, muss das Eintreten eines Ernstfalls regelmäßig durchgespielt werden. 

Ein Maßnahmenplan umfasst nachfolgend dargestellte Phasen und Elemente...

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